2./PzAufklBtl 12

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Die 2. Kompanie wurde am 1. Oktober 1972 als 4./Panzeraufklärungsbataillon 12 in Wildflecken aufgestellt und trug diese Bezeichnung bis 1981. Zunächst nur reine Ausbildungskompanie, wurde sie 1974 bis Mitte 1975 zur schweren Panzeraufklärungskompanie mit je zwei Kanonenzügen, zwei Schützenpanzerzügen, einem Mörserzug und einem Pionierzug umgegliedert. Aufgrund der bevorstehenden neuen Heeresstruktur wurde der Pionierzug und der Panzermörserzug jedoch nicht aufgestellt. Zum April 1981 wurde die Kompanie in 3./Panzeraufklärungsbataillon 12 umbenannt und nach Ebern verlegt. Sie wurde aus Platzmangel mit der 2. Kompanie zusammen in einem Gebäude untergebracht. Auch in ihrer Gliederung veränderte sich die Kompanie. Sie hatte nun vier schwere Spähtrupps mit je drei Kampfpanzern. Die Eingewöhnung an den neuen Standort gelang rasch. So konnte bereits am 11. November 1983 eine Patenschaft mit der Gemeinde Niederfüllbach geschlossen werden. Diese Patenschaft wird durch beiderseitige fruchtbare Begegnungen, wie z.B. dem Familientag am 30. Mai 1988, mit dem Leben gefüllt. Auch unterhält man eine partnerschaftliche Beziehung zur Reservistenkameradschaft Unterpreppach. Am 1. Oktober 1986 wurde der Kompanie der Brigadespähzug 35 unterstellt. Die Verlegung dieses Zuges von Hammelburg nach Ebern fand im Dezember gleichen Jahres zusammen mit dem Umzug in das neue Kompaniegebäude statt. Vier leichte Spähtrupps mit je zwei Spähpanzern „Luchs“ waren nun zusätzlich in der Kompanie vorhanden. Im 1. Quartal 1992 wurde die Kompanie als erste des Bataillons mit dem Kampfpanzer „Leopard 2“ ausgestattet. Am 7. September 1992 um 10.00 Uhr fiel der erste scharfe Schuss des Bataillons mit diesem Panzer. Im Rahmen der Heeresstruktur V wurde die Kompanie zum 1. Januar 1995 in 2./Panzeraufklärungsbataillon 12 umbenannt. Gleichzeitig wurde der Brigadespähzug aufgelöst und als IV. Zug in die Kompanie eingegliedert. Im Januar 1996 erging auch an die 2. Kompanie der Auftrag, aus ihren Reihen Freiwillige für die Aufstellung der Transportaufklärungskompanie 120 im Rahmen des GECONSFOR (L) Kontingentes zu gewinnen. Somit waren Soldaten aller Dienstgradgruppen aus der 2./- am ersten geschlossenen Einsatz Eberner Panzeraufklärer auf dem Balkan beteiligt. Bereits ein Jahr später, im Jahre 1997, stellte die 2. Kompanie das Personal als 2./GepEinsVbd im Rahmen des SFOR-Einsatzes, was sicherlich einen bedeutenden Höhepunkt in der Geschichte der Kompanie bedeutet. Ebenfalls 1997, nämlich am 2. Oktober, konnte die Kompanie mit zahlreichen Gästen ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Mit Beginn des Jahres 1999 erfolgte die Umgliederung der Kompanie von einer gemischten Kompanie HVK in eine leichte Kompanie KRK. Diese Umgliederung beinhaltete die Abgabe der Leopard 2 Kampfpanzer und die Aufnahme der Radarträger PARA sowie keine weitere Auffüllung der Kompanie durch Grundwehrdienstleistende. Das Jahr 2000 sah die Soldaten der 2./- erneut im Rahmen des SFOR-Kontingentes auf dem Balkan. Leider war die 2. Kompanie die erste Einheit, die im Rahmen der Auflösung des Panzeraufklärungsbataillons 12, am 20. Juni 2002 im Rahmen eines bewegenden Bataillonsappells aufgelöst wurde. Damit ging nach fast 20 Jahren eine lebendige Patenschaft der 2. Kompanie mit der Gemeinde Niederfüllbach zu Ende. Die 1983 vollzogene Patenschaft wurde am Abend des 11. Juli 2002 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung aufgelöst.