Das Panzeraufklärungsbataillon 12 1966-2004

1966-1969

Die Geschichte des Panzeraufklärungsbataillons beginnt am 1. Juli 1966. Unter der Führung des damaligen Oberleutnants Barnsdorf wird an diesem Tag in Hardheim zunächst ein Aufklärungskompanie aufgestellt, die 2./ Panzeraufklärungsbataillon12. Die ersten Monate sind gekennzeichnet durch die Bemühungen aller, sich die Bezeichnung „Kompanie“ zu verdienen. Die personelle Stärke beträgt: Zwei Offiziere, fünf Unteroffiziere, achtzehn Mannschaften. Gerät ist zunächst keines vorhanden, nur etwas Büromaterial und – die Vorschriften für das ganze zukünftige Bataillon.
Die Kompaniechefs während der Zeit in Hardheim sind:
Hauptmann Barnsdorf 01.07.1966 – 31.03.1968
Hauptmann Boltze 01.04.1968 – 31.03.1970
Hauptmann Jaster 01.04.1970 – 28.02.1972
Kompaniefeldwebel ist in diesem Zeitraum Hauptfeldwebel Lauerbach (01.07.1966 – 31.10.1971).

1970

Das Panzeraufklärungsbataillon 12 wurde am 1. Oktober aus dem aufgelösten Panzergrenadierbataillon 353 und der seit dem 1. Juli 1966 als selbständige Panzeraufklärungskompanie in Hardheim existierenden 2./Panzeraufklärungsbataillon 12 in der Rhönkaserne in Wildflecken aufgestellt. Hinzu kamen vor allem Unteroffiziere und Soldaten aus den verschiedensten Truppengattungen und Verbänden.
Der Kommandeur der 12. Panzerdivision, Herr Generalmajor Kolb, übergab an diesem Tag im Rahmen eines feierlichen Appells die Truppenfahne des aufgelösten Grenadierbataillons 353 an den 1. Kommandeur des Bataillons, Herrn Oberstleutnant Horst Hermenau.
Das Bataillon bestand zunächst aus der 1. Kompanie mit Hauptmann Bökamp als Chef, der 2. Kompanie mit Hauptmann Jaster als Chef und der
3. Kompanie mit Hauptmann Lindner an der Spitze. Angegliedert war die Ausbildungskompanie 4/12.
Als erste Kompanie verlegte im November die 2. Kompanie in den neuen Standort des Bataillons nach Ebern. Bis jedoch das gesamte Bataillon in Ebern zusammengeführt werden konnte, sollten noch fast 16 Jahre vergehen.

1971

Bereits im April konnte der Stab und die 1. Kompanie ihren endgültigen Standort in Ebern beziehen. Anläßlich dieses Ereignisses fand ein Bataillonsappell unter reger Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Marktplatz in Ebern statt. Die 3. Kompanie sowie die Ausbildungskompanie 4/12 verblieben zunächst im Truppenlager Wildflecken.
Herausragende Ereignisse für das noch junge Bataillon waren das im September zusammen mit dem ebenfalls in Ebern stationierten Jägerbataillon 101 durchgeführte Feierliche Gelöbnis, das Bataillonssportfest in Baunach und die Teilnahme an der REFORGER-ÜBUNG III mit Teilen der 2. Kompanie, dem unterstellten Brigadespähzug 35 sowie einem Versorgungspaket der 1. Kompanie unter der Führung von Oberleutnant Schwerdtfeger.

1972

Am 28. Februar übernimmt Hauptmann Schwerdtfeger das Kommando über die 2. Kompanie von Hauptmann Jaster.
Vom 28. Februar bis 14. März führt das Bataillon den ersten Truppenübungsplatzaufenthalt mit allen Teilen auf dem Truppenübungsplatz in Wildflecken durch.
Am 31. März wechselte die Führung der 1. Kompanie von Hauptmann Bäkamp an Hauptmann Annuß;.
Ein reichhaltiges Rahmenprogramm in Coburg und Ebern bot das Treffen des Waffenrings der „Kampftruppen Kavallerie – Schnelle Truppe“ Anfang Juni. Im Rahmen dieser Veranstaltung übernahm das Bataillon die Tradition des Reiterregiments 10 und dessen Traditionsverbänden.
Am 1. und 2. Juli fanden sich über 15.000 Besucher in der Balthasar-Neumann-Kaserne zum Tag der offenen Tür ein. Am 1. Oktober wird die 4. Kompanie als Ausbildungkompanie in Wildflecken aufgestellt. Kompaniechef ist hier Oberleutnant Döring und ab 1. Dezember Hauptmann von Möllendorf. Am 10. Dezember verstarben der damalige S3-Stabsoffizier Major Klaus-Peter Pape, Oberfeldwebel Franz-Josef Müller und der Panzerschütze Klaus Stahl auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels. Sie kamen in ihrem Mannschaftstransportpanzer vom Typ M113 durch eine Gasvergiftung ums Leben.

1973

Oberstleutnant Freiherr von Gersdorff wird 2. Kommandeur. Am 28. März entband General Voss Oberstleutnant Hermenau von der Führung des Bataillons. Hauptmann Annuß, Chef der 1. Kompanie und Major Lindner, Chef der 3. Kompanienwechseln die Plätze. Der Höhepunkt anläßlich der Feierlichkeiten „10 Jahre Garnison Ebern“ bildete ein „Großer Zapfenstreich“ auf dem Marktplatz in Ebern.
Die 1. Mob-Übung des Bataillons konnte während des Truppenübungsplatzaufenthaltes vom 13.-27. September in Hohenfels durchgeführt werden.
Dr.h.c. A. Goppel, der Bayerische Ministerpräsident, besuchte das Bataillon am 17. Oktober.

1974

Die Gemeinde Wildflecken und die 3. Kompanie gehen am 3. April eine Patenschaft ein.
Das Bataillon und die 2nd Squadron 2nd Armored Cavalry Regiment übernehmen am 11. Juni gegenseitig die Patenschaft.
Neben den Aufklärern aus Ebern nahmen noch ca. 60.000 weitere Soldaten an der Übung „Schneller Wechsel“ vom 15. – 20. September teil.
Chefwechsel im September bei der 1. Und 2. Kompanie: Major Lindner übergibt an Hauptmann Schwerdtfeger, der zuvor die 2. Kompanie an Hauptmann Döring übergab.

1975

Hauptmann Annuß, Chef der 3. Kompanie, übergibt an Hauptmann Fasoli. Hauptmann Bock übernimmt am 30. Juni die 4. Kompanie. Feierliche Standartenübergabe des Hessischen Dragonerregiments Nr. 23 an das Bataillon in Darmstadt am 8. Juni.
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Herr Admiral Zimmermann, besuchte das Bataillon am 30. Juli. Nach einem Gespräch mit dem Bataillonskommandeur nahm an der Ausbildung der 2. Kompanie teil.
Anläßlich der deutsch-amerikanischen Freundschaftswoche wurde der Kompaniefeldwebel der 1. Kompanie Hauptfeldwebel Willi Messerer ausgezeichnet.
Die Gefechtsübung der 12. Panzerdivision „Gelbe Blätter“ ist Bestandteil des Verlegungsmarsches der Bataillons auf den Truppenübungsplatz Baumholder.
Generalmajor Kleffel, Kommandeur der 12. Panzerdivision, zeichnet das Aufklärungsbataillon für den Sieg im Panzer- und Flugzeugerkennungsdienst – Wettbewerb der Division am 5. Dezember aus.

1976

Major Kuhnhardt von Schmidt wird neuer Chef der 1. Kompanie.
Der Spähtruppfü;hrer Oberfeldwebel Grischke erreicht mit seiner Mannschaft beim Boeselagerwettkampf am 19. und 20. Mai in Freyung einen 6. Platz.
Am 2. Oktober gewinnt die Mannschaft des Bataillons erneut den Steigerwaldmarsch.

1977

Am 4. Februar wurden die ersten Modelle des Spähpanzers LUCHS an das Bataillon übergeben. Generalmajor Bastian beglückwünschte das Bataillon dazu.
Seine ersten Bewährungsprobe musste der LUCHS bei der Feldeinsatzübung „Bunte Palette“ Mitte April bestehen.
Oberst Zobel, der Inspizient der Panzertruppe, wird am 4. Juli im Schloß; Rentweinsdorf verabschiedet.
Als „Heimkehrer nach Ebern“ wurde der neue Kommandeur, Oberstleutnant Klaus Boltze, von der Presse bezeichnet. Am 19. September übernahm er die Führung über das Bataillon. Seit 1. Oktober Ist Hauptmann Egerer Chef der 2. Kompanie. Eberner Kommunalpolitiker besuchen das Bataillon während des Truppenübungsplatz-aufenthaltes in Grafenwöhr im November.

1978

Hauptmann Fasoli übergibt am 31. März die 3. Kompanie an Hauptmann Horstmann. Oberleutnant Wiederhold und seine Mannschaft erreichen einen 6. Platz beim Boeselagerwettkampf vom 9. bis 11. Mai in Sontra. Am 16. Juli, beim Tag der Begegnung auf dem Standortübungsplatz und dem Biwakabend auf der Ruine Rotenhan nehmen ca. 6.000 Besucher teil. DerErzbischof von Bamberg, Dr. Elmar-Maria Kredel, wird dabei zum „Ehrenaufklärer“ ernannt.
Für die leichten Teile brachte der Truppenübungsplatz in Bergen vom 24. August bis 8. September die Gelegenheit mit ihren LUCHSEN zu schwimmen.
Hauptmann Bock übergibt die 4. Kompanie an Hauptmann Süß.
Die Kampfpanzer M48 wurden von ihrer 90 mm Kanone auf 105 mm umgerüstet.

1979

Knatternder Frühlingsanfang durch den Kradmelderwettbewerb des Bataillons am 21. März. Beim Bataillonsball am 4. Mai konnte der japanische Militärattaché; in Deutschland, Oberst Toyama, begrüßt werden. Zum Informationstag Ende Mai mit dem Thema „Der Unteroffizier der Bundeswehr als Erzieher und Ausbilder“ kamen rund 70 Lehrer.
Brigadegeneral Werren übertrug die Führung des Bataillons am 24. August an Oberstleutnant Gert Stumme.

1980

Die Panzeraufklärungsausbildungskompanie 3/12 wird am 1. April dem Bataillon unterstellt. Erster Chef ist Hauptmann Leuning. Das zehnjährige Bestehen des Bataillons wurde am 18./19. Juli gefeiert. So fand am Freitag ein Biwakabend mit dem Heeresmusikkorps 12 und einer französischen Fanfaren- und Majorettengruppe statt.
Dem Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Herrn von Bülow, wurde bei deinem Besuch Anfang August das Problem der zweigeteilten Stationierung des Bataillons vorgetragen. Bereits am 27. August informierte von Bülow den SPD-Ortsverein, daß die Verlegung der 3. und 4. Kompanie nach Ebern perfekt sei.
Bei der Korps-Gefechtsübung „Sankt Georg“ vom 13. – 19. September wurde das Bataillon von Generalleutnant Kleffel für die besonders erfolgreichen Aufklärungsergebnisse gewürdigt.Hauptmann Egerer übergibt die 2. Kompanie am 30.September an Hauptmann Singer. Zusammen mit dem Jägerbataillon 101 fand am 11. November ein Appell anläßlich des 25jährigen Bestehens der Bundeswehr statt.

1981

24 Spähpanzer LUCHS und deren Besatzungen mussten am 1. Februar an die Spähzüge der 3 Brigaden der 12. Panzerdivision abgegeben werden.
Verlegung der 3. Und 4. Kompanie aus Wildflecken nach Ebern. Beide Kompanien wechselten nicht nur den Standort sondern auch ihre Namen. Aus der 3. Kompanie wurde die 4. Kompanie und umgekehrt. Chef der „neuen“ 4. Kompanie wird Hauptmann Schwarzer und Chef der „neuen“ 3. Kompanie Hauptmann Hoppe. Gleichzeitig wurde mit dieser Umstrukturierung im Rahmen der Heeresstruktur 4 eine neue Kompanie aufgestellt, die 5./Panzeraufklärungsbataillon 12, sozusagen die infanteristische Komponente des Bataillons. Erster Kompaniechef wird Hauptmann Müller. Aus Anlaß; der Zusammenführung des Bataillons fand am 27. Mai ein Tag der Begegnung mit der Bevölkerung statt.
Zum großen Traditionstreffen am 17./18. Juli kamen mehr als 100 Angehörige der traditionsverbände des Bataillons.
Am 27. Juli trafen die ersten Transportpanzer FUCHS, die neun Fahrzeuge der 5. Kompanie, auf dem Bahnhof ein. Im September begann die Umrüstung des Bataillons vom Kampfpanzer M48 auf den Kampfpanzer LEOPARD 1.

1982

Major Schmalz übernimmt die Stabs- und Versorgungskompanie am 22. März.
Anläßlich der Feierlichkeiten „20 Jahre Standort Ebern“ wird im Juli zusammen mit dem in Panzergrenadierbataillon 103 umbenannten ehemaligen Jägerbataillon 101 ein Tag der offenen Tür durchgeführt. Ein Appell besonderer Art wird dem stellvertretenden Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Wohlleben, anläßlich seiner Verabschiedung aus dem Bataillon zu teil: Zu nächtlicher Stunde konnte er eine kleine Feldparade des von der NATO – Übung „Carbine Fortress“ heimkehrenden Bataillons abnehmen.
Am 23. Oktober wurde dir Patenschaft der Panzeraufklärungsausbildungskompanie 3/12 und der Marktgemeinde Wildflecken offiziell mit dem Austausch der Urkunden begründet.

1983

Die Brigadespähzüge aus Koblenz, Bad Mergentheim und Hammelburg kamen Anfang März für eine gemeinsame Übung mit dem Bataillon nach Ebern. Hauptmann Müller übergibt am 31. März die 5. Kompanie an Hauptmann Siemon und wird selbst Chef der 2. Kompanie. Bereits zum vierten Mal wurde vom 5. Bis 8. Mai das Traditionstreffen mit anschließendem Manöverball in Ebern durchgeführt.
Generalmajor Lutz Moek beauftragt am 19. Mai Oberstleutnant Andreas Schwerdtfeger mit der Führung des Bataillons. Die 5. Kompanie besuchte auf Einladung von Staatssekretär Albert Meyer den Bayerischen Landtag. Die Patenschaft der Gemeinde Niederfüllbach über die 3. Kompanie wurde am 11. November besiegelt.

1984

Am 13. Januar wird Hauptmann von Diemer Chef der 4. Kompanie. Bei der Übung „Schneller Husar“ vom 19. – 23. März übte das Bataillon zusammen mit den Spähzügen der Brigaden. Höhepunkt war sicherlich die Schwimmausbildung der Spähpanzer LUCHS, der Transportpanzer FUCHS sowie der Mannschaftstransportpanzer M 113. Hauptmann Leuning übergibt die Ausbildungskompanie 3/12 an Hauptmann Hoppe und wird Chef der 3. Kompanie. über 15.000 Besucher kamen, als die Balthasar-Neumann-Kaserne am 22. Juli ihre Tore zum Tag der offenen Tür aufsperrte. Im September/Oktober verlegte die Masse des Bataillons auf den Truppenübungsplatz nach Castle Martin, England.
Am 18. Oktober wird die Gedenktafel an die gefallenen und verstorbenen Kameraden des Reiterregiments 10 und Panzeraufklärungsbataillon 12 enthüllt.

1985

Oberstleutnant Demandt, bisher stellvertretender Bataillonskommandeur, übernimmt am 28. März das Kommando über das Bataillon. Hauptmann Weißbeck wird Chef der 2. Kompanie. Hauptmann Hindsches übernimmt am 26. April die 3. Kompanie. Rund 180 Soldaten des Bataillons verlegen im Juli auf den Truppenübungsplatz Shilo in Canada. Unter dem Motto „Tagfalter Europas“ stellt Oberstleutnant Demandt in der Sparkasse in Ebern seine Schmetterlinge aus. Ein Hubschrauber vom Typ Alouette, der im Rahmen der Luftbeobachterausbildung des Bataillons eingesetzt war, musste bei Jesserndorf notlanden, nachdem er eine Hochspannungsleitung gestreift hatte.

1986

Die 5. Kompanie wird am 26. März von Hauptmann Barnert übernommen. Hauptmann Schwaibold wird der neue Chef der 1. Kompanie. 20 Jahre 2. Kompanie konnten am 28. Juni gefeiert werden. Am 1. Juli verlegte die Panzeraufklärungsausbildungskompanie 3/12 von Wildflecken nach Ebern. Alle Kompanien des Bataillons sind nun erstmals geschlossen an einem Standort. Drei Wochen Shilo, ein Erlebnis für das ganze Leben, so lautete das Fazit von 183 Soldaten nach ihrer Rückkehr im Juli. Teilnahme an der Heeresübung „Fränkischer Schild“ vom 18. – 26. September. Seit 8. Dezember ist Hauptmann Kolb neuer Chef der 4. Kompanie. Die Brigadespähzüge 35 und 36 treffen Anfang Dezember in Ebern ein und werden der 3. bzw. 4. Kompanie unterstellt. Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Herr Würzbach, besuchte am 17. Dezember den Standort.

1987

Die Ausbildungskompanie 3/12 wird am 27. März an Hauptmann Bettendorf übergeben. Die Stadt Zeil a. Main übernimmt am 30. April die Patenschaft über die 5. Kompanie. Die türkische Boeselagermannschaft trainiert vom 27. April bis 9. Mai in Ebern. 36 Heeresattachés aller Herren Länder werden am 20. Mai in der Kaserne begrüßt. Ein großer Zapfenstreich, ein Feierliches Gelöbnis und der Tag der offenen Tür bieten den Rahmen anläßlich der Feierlichkeiten “ Jahre Garnison Ebern“ vom 17. – 19. Juli.

1988

Hauptmann Graf Strachwitz wird am 29. Januar mit der Führung der 2. Kompanie beauftragt.
Am Boeselagertrainingswettbewerb Ende März nehmen das Panzeraufklärungsbataillon 7, Augustdorf, das Panzeraufklärungsbataillon 10, Ingolstadt und die 8th Canadian Hussars teil. Hauptmann Janning wird am 8. April Chef der 5. Kompanie, Hauptmann Barnert Chef der 3. Kompanie. Die Patenschaftsgründung zwischen der Stadt Coburg und der 1. Kompanie ist am 20. April.
Oberstleutnant Reinhardt Ostermeyer wird am 29. April der 7. Kommandeur des Bataillons. Beim Boeselager-Wettkampf in Eutin erreicht unsere Mannschaft einen hervorragenden 3. Platz. Über 480 Soldaten, darunter auch 60 Frauen, des 19. U.S. Nachschub- und Versorgungsbataillons waren anläßlich der REFORGER-ÜBUNG in der Kaserne untergebracht.
Die Integration des Bataillons in das fränkische Umland wird durch die Patenschaft der 4. Kompanie mit der Stadt Burgkunstadt am 18. November bekräftigt.
Im Dezember erscheint der „12er Kurier“ zum ersten Mal.

1989

Am 27. Februar übernimmt Hauptmann Dr. Schröder die Ausbildungskompanie 3/12 von Hauptmann Bettendorf, dieser wird Chef der 4. Kompanie. Hauptmann Schulte wird Chef der 3. Kompanie. Oberst Engel, der Inspizient der Panzertruppe, überzeugte sich vom guten Ausbildungsstand des Bataillons während des Truppenübungsplatzaufenthaltes in März in Münsingen. Die 2. Kompanie geht am 4. Juli eine Patenschaft mit der Gemeinde Sand a. Main ein. Kurz darauf verlegt sie mit Teilen nach Canada auf den Übungsplatz. Ab Anfang Oktober wurde damit begonnen die Kampfpanzer Leopard 1 A1 durch die kampfwertgesteigerte Version A4 zu ersetzen. Major Müller wird Chef der 1. Kompanie.
Auch die politische Entwicklung in der DDR und der Flüchtlingsstrom gingen nicht spurlos vorüber. In der Nacht vom 8. Auf 9. November trafen die ersten DDR-Flüchtlinge in der Kaserne ein.

1990

Während die letzten Vorbereitungen für den Boeselager-Wettkampf liefen, unterstützte das Bataillon gleichzeitig die umliegenden Waldbesitzer bei der Beseitigung der Sturmschäden. Beim Wettkampf der Divisionstruppen am 23. und 24. April, der gleichzeitig Prüfstein für den Boeselager-Wettkampf war, gewann des Fernmeldebataillon 12 aus Veitshöchheim.
Am 29. Mai war es dann soweit. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen, die 20 Teilnehmermannschaften aus elf NATO-Staaten waren eingetroffen. Der Divisionskommandeur, Generalmajor Förtsch und Oberstleutnant Ostermeyer eröffneten den Boeselager-Wettkampf durch einen Appell im Schloß Eyrichshof. An den nächsten Tagen kämpften die 20 Mannschaften an 8 Stationen um den Sieg. Am 2. Juni konnten die Mannschaften der USA in der Klasse „Verbündete Streitkräfte“, und das Panzeraufklärungsbataillon 4, Roding, in der Klasse „Bundeswehr“ die Trophäen entgegennehmen. Hauptmann Janning wechselt von der 5. Kompanie zur 2. Kompanie. Am 7. September übergab Oberstleutnant Ostermeyer nach 2 1/2 Jahren die Führung über das Bataillon an Oberstleutnant Alois Reimer. Hauptmann Eichelhardt ist neuer Chef der 4. Kompanie und Hauptmann Schiffner der 5. Kompanie.
10.000 Besucher kamen anläßlich der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehens des Bataillons am 13. Oktober in die Kaserne.
„Project Friendship“ lautete das Motto für Unterstützungsmaßnahmen der Familienangehörigen unseres amerikanischen Patenverbandes, deren Soldaten im Dezember in die Golf-Region verlegten. Auftakt bildete hier eine Großveranstaltung mit über 300 Familienangehörigen in Bamberg, an der auch der damalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Admiral Wellershoff, teilnahm.

1991

Hauptmann Janning übergibt die 2. Kompanie am 31. März an Hauptmann Sautter. Hauptmann Schuhnagl übernimmt nach 6 Monaten als Chef der 3. Kompanie die Ausbildungskompanie 3/12. Sein Nachfolger wird Hauptmann Baumann.
Auf dem Truppenübungsplatz in Wildflecken vom 13. bis 19. Juni kommen der Stabsunteroffizier Martin Schaller und der Gefreite Thomas Kohlhepp bei einem tragischen Unfall ums Leben. Beim Rückwärtsfahren mit ihrem Spähpanzer LUCHS überschlägt sich das Fahrzeug.
Der Redakteur der „Neuen Presse“, Herr Yersin wird für seine Verdienste mit der Divisionsehrennadel ausgezeichnet. Vom 9. bis 20. September nehmen zum ersten Mal Soldaten des Bataillons am Combat Maneuvre Training in Hohenfels teil.
Die ersten Kampfpanzer LEOPARD 2 rollen am 12. Dezember durch das Kasernentor.

1992

Nach 18 Jahren geht im März die Patenschaft zur 2nd Squadron 2nd Armored Cavalry Regiment wegen der Rückverlegung dieser Einheit in die USA zu Ende. Mit der Übergabe der Truppenfahne des Panzergrenadierbataillons 103 am 25. Juli durch den Kommandeur der 103er, Oberstleutnant Hintelmann an Oberstleutnant Reimer übernimmt das Bataillon die Tradition dieses Bataillons. Am 6. Oktober können sich 29 ausländische Heeresattachés bei der Lehrvorführung „Gelber Husar“ ein Bild vom Leistungsstand des Bataillons machen. Bereits zum zweiten Mal fand am 2. Dezember der Offizieranwärter-Tag der 12. Panzerdivision in Ebern statt.
Zum 31. Dezember wird die 5. Kompanie aufgelöst.

1993

Zum 1. Januar war das Bataillon durch die Einnahme der Heeresstruktur 5 und der damit verbundenen Auflösung und Neuaufstellung einzelner Kompanien geprägt. Die 3. Kompanie wurde in 2. Kompanie und die 4. Kompanie in 3. Kompanie umbenannt. Die Panzeraufklärungskompanie 120 wurde als aktive, die Panzeraufklärungskompanie 300 und die 4./Panzeraufklärungskompanie 12 als Geräteeinheiten aufgestellt. Chefs sind hier: 3. Kompanie Hauptmann Schirmer, Panzeraufklärungskompanie 120 Hauptmann Sautter, Gerätefeldwebel sind bei der 4. Kompanie Stabsfeldwebel Knauer und bei der Panzeraufklärungskompanie 300 Stabsfeldwebel Meyer. Oberstleutnant Alfons Ebneth wird der 9. Die Panzeraufklärungskompanie Kommandeur. Er übernimmt am 25. März die Führung über das Bataillon. Major Köhn wird Chef der 1. Kompanie.
Die Panzeraufklärungsausbildungskompanie 3/12 wird zum 30. September aufgelöst. Am 1. Oktober wechselte die Führungsverantwortung über das Bataillon von der 12. Panzerdivision zur 10. Panzerdivision und damit vom III. Korps zum II. Korps. Bei seinem Abschiedsbesuch wird der Kommandeur der Divisionstruppen der 12. Panzerdivision, Brigadegeneral van Rensen, zum Ehrenaufklärer ernannt.
Oberstleutnant Ebneth und Oberstleutnant Thurmann besiegeln am 24. November durch den Austausch der Urkunden die Partnerschaft zwischen dem Panzeraufklärungsbataillon 12 und der 3rd US Cavalry Regiment aus Schweinfurt.

1994

Seit Februar verfügt das Bataillon ü;ber einen Schießsimulator für die Ausbildung am Kampfpanzer LEOPARD 2. Das Kraftfahrausbildungszentrum wird am 29. April offiziell in Dienst gestellt. Leiter des Zentrums ist Hauptmann Lenhart. Die Partnerschaft mit der 3rd Squadron 4th Cavalry Regiment wird intensiviert: gemeinsame Vorbereitung auf den Boeselager-Wettkampf, Familiennachmittag usw. Über mehrere Wochen wird das Kanadische Boeselager-Team im Bataillon betreut und ausgebildet. Hauptmann Baumann übergibt die 2. Kompanie an Oberleutnant Gaudlitz, der diese bis zum Eintreffen von Hauptmann Dahn im Juli führt. Die beiden herausragenden Ereignisse waren jedoch sicherlich das sehr gute Abschneiden unserer Boeselager-Mannschaft mit Oberleutnant Hofweber als Spähtruppführer (3. Platz) und der Tag der offenen Tür am 12. Juni mit über 15.000 Besuchern. Der Beauftragte für Erziehung und Ausbildung beim Generalinspekteur, Oberst Wassenberg, war im Oktober Gast im Bataillon.

1995

Am 17. März überträgt der Kommandeur der Divisionstruppen der 10. Panzerdivision, Brigadegeneral Neubauer, die Führung über das Bataillon von Oberstleutnant Ebneth auf Oberstleutnant von Schönberg. Die 3. Kompanie verlegt am 28. April auf den Truppenübungsplatz Hohenfels, um für 17 Tage an einem CMTC-Durchgang teilzunehmen. Vom 8.-11. Juni findet im Raum Schweinfurt –Zeil am Main die Bataillonsgefechtsübung „BLAUER HUSAR“ statt. Teilnehmende Einheiten waren die 2. und die 3. Kompanie, die Panzeraufklärungskompanie 120 sowie Teile der Stabs- und Versorgungskompanie. Am 26. Juni übernimmt Hauptmann Brune die Führung der 3. Kompanie von Hauptmann Schirmer, und auch bei der Panzeraufklärungskompanie 120 wechselt der Kompaniechef. Major Gosenheimer wird Nachfolger von Hauptmann Sauter. Vom 7. bis 10. September feiert das Bataillon sein 25-jähriges Bestehen. Das Programm umfasste u.a. das feierlich Gelöbnis der Rekruten der Panzeraufklärungskompanie 120, ein Oktoberfest, und einen Aktionstag mit diversen Waffenschauen. Allein an diesem Tag kamen über 10.000 Besucher in die Balthasar-Neumann-Kaserne.

1996

Vom 19. April bis 12. September nimmt die TrspAufklKp 120 am Einsatz des 2.Kontingentes GECONIFOR(L) teil. Am 11. Mai findet in der Balthasar-Neumann-Kaserne die Gründungsveranstaltung der Kameradschaft Panzeraufklärungsbataillon 12 statt. Nach 3 Wochen Truppenübungsplatzaufenthalt in SHILO / CANADA kehren am 3. Juli die schweren Teile der 3. Kompanie in ihren Heimatstandort zurück. Vom 26. bis 29. August findet eine erste Präsentation möglicher Varianten eines unbenannten Aufklärungsflugzeuges (Projekt LUNA), durchgeführt von fünf verschiedenen Firmen aus dem In- und Ausland, auf dem TrpÜbPl Wildflecken statt. Das Panzeraufklärungsbataillon 12 erhält den Auftrag diese Präsentation personell zu unterstützen. Auch das Personalkarussell dreht sich wieder einmal. Am 12. September übernehmen Hauptmann Hagedorn von Major Köhne die 1. Kompanie und Hauptmann Vollmann von Hauptmann Dahn die 2. Kompanie.

1997

Vom 31. Januar bis 15. Mai nimmt die 3. Kompanie als 3./GepEinsVbd am GECONSFOR (L) – Einsatz in Bosnien-Herzegowina teil. Zwei der vielen Schwerpunkte waren hierbei die Befreiung von Botschaftsangehörigen aus Tirana/Albanien und die Absicherung des Besuches von Papst Johannes Paul II in Sarajevo. Kommandeurwechsel am 3. Juni: Oberstleutnant Andreas Berg übernimmt die Führung des Bataillons von Oberstleutnant Albrecht von Schönberg. 12. September: Die ersten Fennek in Ebern. Das deutsch-niederländische Erprobungsteam „Fennek“ führt in der Balthasar-Neumann-Kaserne eine planmäßige Rast durch, um anschließend nach Freyung zu marschieren und dort mit der Geländeerprobung Mittelgebirge zu beginnen. Im Troß befinden sich u.a. vier neue Spähwagen Fennek. Am 1. Oktober übergibt Major Gosenheimer die Panzeraufklärungskompanie 120 an Hauptmann Schirmer.

1998

Das Bataillon stellt für das V. Kontingent GECONSFOR(L) insgesamt 15 Offiziere und Feldwebel an das GebPzAufklBtl 8 in Freyung ab.
Zum Tag der offenen Tür kommen gut 10.000 Besucher in die Balthasar-Neumann-Kaserne.
Im Zeitraum vom 14.09. bis 02.10. nimmt die 2. Kompanie am dritten Durchgang CMTC aud dem Truppenübungsplatz Hohenfels teil.
Im September findet die erste Kontaktaufnahme mit dem österreichischen Aufklärungsregiment in Salzburg statt, um eine deutsch-österreichische Partnerschaft zu gründen.

1999

Am 23. April verlegen Teile des Bataillons nach Tetovo/Mazedonien und stellen damit einen Teil des 1. KFOR Kontingents.
Beim Truppenübungsplatzaufenthalt der 3. Kompanie in Baumholder wird am 23. April der letzte Schuß 120mm abgegeben.
Hauptmann Klapp übernimmt am 1. April die Führung der 3. Kompanie von Hauptmann Brune.
Im Juni verlegen die Teile des Bataillons aus Mazedonien in den Kosovo, um dort unter anderem die Stadt Prizren zu sichern.
Die letzten 9, von einst 27, Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A4 verlassen am 20. Juli Ebern durch das Tor der Balthasar-Neumann-Kaserne.
Am 22. Juli wird Oberstleutnant Nerger Nachfolger on Oberstleutnant Berg als Bataillonskommandeur.

2000

Die Monate Januar bis Mai stehen ganz im Zeichen des Ausbildungsauftrages zur Umschulung von Panzerbesatzungen des Panzerbataillon 304 aus Heidenheim zu Spähpanzerbesatzungen für den SFOR/KFOR Einsatz 2000.

Von Mai bis Dezember sind ständig Soldaten des Bataillons in Auslandseinsätzen in Bosnien-Herzegowina und im Kosovo.

Am 8. Oktober finden wieder über 10.000 Besucher den Weg in die Balthasar-Neumann-Kaserne zum Tag der offenen Tür.
Unter der Führung der Panzeraufklärungskompanie 120 findet am 14. November ein Bataillons-Nachtorientierungslauf statt.

2001

Am 1. Februar übergibt Hauptmann Vollmann die Führung der 2. Kompanie an Hauptmann von Halassy.

Oberstleutnant Müller übernimmt am 1. April das Bataillon von Oberstleutnant Nerger.
Vom 15. bis 18. Mai ist das Bataillon mit Stab, der 1./12,der 2./12 und PzAufklKp 120 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
Den absoluten Höhepunkt des Jahres stellte der Truppenübungsplatzaufenthalt vom 1. bis 12. Juli in Bergen dar, an dem die gesamte 10. Panzerdivision teilnahm.

2002

Am 18. Januar übernimmt Oberleutnant Schrehardt die 3. Kompanie von Hauptmann Klapp.
Vom 16. bis 18. April verabschiedet sich das Bataillon, vor Abgabe des Großgerätes, mit einer großen freilaufenden Gefechtsübung „Schnelles Ross 2002“ bei der Bevölkerung im Raum Bad Königshofen / Hofheim / Hassfurt. Einen bebilderten Bericht von der Übung findet man in der Zeitschrift „Tankograd – Militärfahrzeug“ (siehe Literaturhinweise).
Hauptmann Templin übernimmt am 8. Mai die Panzeraufklärungskompanie 120 von Hauptmann Mehnert.
Vom 21. bis 24. Mai erfolgt die Übergabe von zwölf Spähpanzern Luchs und einem Transportpanzer Fuchs an das Gebirgspanzeraufklärungsbataillon 8, Freyung.
Major Hagedorn übergibt am 1. Juli die 1. Kompanie an Hauptmann Kopf.
2. August: Im Rahmen eines Bataillonsappells wird das Bataillon vom STAN-Auftrag entbunden, nimmt eine Arbeitsgliederung mit zwei Grundausbildungseinheiten (3./12 und 4./12) ein und die 2. Kompanie wird außer Dienst gestellt.
Anfang November verlegen Teile der PzAufklKp 120 und weitere Einzelabstellungen des Bataillons in den Kosovo zur Unterstützung des 6. KFOR Kontingents.

2003

Oberstleutnant Klos übernimmt am 8. Juli als letzter Kommandeur das Bataillon von Oberstleutnant Müller.

„Welcome Home Party“ am 4. Juli für die Einsatzsoldaten des Einsatzkontingents Panzeraufklärungsbataillon 12.

Die Führung 1. Kompanie wechselt am 1. August von Major Kopf zu Hauptmann Rabenow.

Am 27. und 28. September findet letztmalig ein Tag der offenen Tür in Ebern statt. Trotz Regen kommen ca. 12.000 Besucher.

Am 1. Oktober übernimmt Hauptmann Schäfer die 4. Kompanie von Hauptmann Schmidt-Narischkin.

2004

Am 12. Februar findet auf dem Theaterplatz vor der Ehrenburg in Coburg das letzte Feierliche Gelöbnis des PzAufklBtl 12 statt.

Am 18. April erscheint die Chronik des Panzeraufklärungsbataillon 12 in Auflage von 1.000 Exemplaren. Wegen des Verdachts, dass auch in der Eberner Kaserne ein hochansteckender Virus, welcher Bindhautentzündung auslöst, eingeschleppt wurde, wird der Außerdienststellungsappell verschoben. Der Verdacht einer Virusinfektion wird jedoch nicht bestätigt.

Am 22. April findet in der Balthasar-Neumann-Kaserne der Außerdienststellungsappell für das PzAufklBtl 12 statt. An diesem Tag wird gleichzeitig die Fahrschulruppe Ebern außer Dienst gestellt.